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Oktober an der Ostsee

DAS wurde auch höchste Zeit – wir mussten unbedingt raus und brauchten einen Tapetenwechsel.

Kurzerhand suchten wir uns etwas, das zwar in Reichweite lag (wir haben da so unsere „Verpflichtungen“) aber was auch nicht direkt um die Ecke war. Schnell wurden wir mit dem Ostseebad Bansin fündig.

Eine kleine, kuschelige Ferienwohnung in einem recht überschaubaren Ferienpark mit Anbindung zur Nachbarschaft aber gleichwohl auch ausreichendem Abstand, um seine Ruhe zu haben, wurde für 10 Tage unser neues Zuhause. Die Räder 🚴‍♂️ kamen natürlich mit, das GPS sowieso, eine Pocket-Querie (seit Ewigkeiten mal wieder eine „gezogen“; wusste kaum noch, wie das geht 😀 ) und ansonsten nur gute Laune.

Das Motto unseren Urlaubs: ABSCHALTEN

Das hat wunderbar geklappt – hier tickten die Uhren ⏰ anders – unsere zumindest.

Da Bilder 🖼 bekanntlich mehr als 1000 Worte sagen, lassen wir diese erzählen … (zusammengefaßt sei nur erwähnt, dass wir ca. 180 km zurück legten; gute 80 davon zu Fuß🦶🏻, wir sammelten knapp 50 „Dosen“ 🥫ein (u.a. auch im nahegelegenen Polen) und genossen die Zeit ⏳, das Wetter, das Meer ⛵️, den Strand 🏖 und die Gegend in voll Zügen 🚅).

© ALLER Bilder bei Michael Bühner, Herten, Oktober 2018

URLAUB … in der Aussenstelle des Fegefeuers ;)

Schon lange waren wir nicht mehr so urlaubsreif, wie in diesem Jahr und gerade zu diesem Zeitpunkt.

Die Vorfreude war riesig und wir durften dieses Mal in der „Aussenstelle des Fegefeuers“ zu Gast sein. Ist auch von Vorteil, da den Dame des Hauses es gern warm hat 😉

So zog es uns in den Harz:
Endlich mal wieder zu dritt eine Zeit lang alles hinter sich lassen, die Natur genießen und dem Alltag daheim entfliehen.
Und schon bei unserer Ankunft am späten Abend – ein paar Dosen am Wegesrand hemmten unseren Vortrieb und ein brennender Lkw auf der A7 bremste uns geraume Zeit ganz aus – war klar, dass wir hier genau richtig waren:

  • eine wunderschöne Umgebung
  • ruhig
  • beschaulich
  • geräumiges Haus
  • gemütlich eingerichtet
  • liebevolle Details und dennoch
  • topp ausgestattet

Und dann waren da noch zwei Begebenheiten, die passten wie die Faust aufs Auge:
Zum Einen das Wetter! Da hatten wir Glück ohne Ende. Denn es war perfekt für unseren Kurzbesuch. Hier wollten wir wandern und die Gegend genießen. Da hatte entweder eine(r) einen sehr guten Draht zum Wettergott oder aber wir nur unendliches Glück.
Klar, dass Regen, Nebel, ein paar Grad weniger zu dieser Jahreszeit gehören, aber strahlend blauer Himmel, gemäßigte Temperaturen bei Dauer-Sonne sind sicherlich nicht selbstverständlich.

Zum Anderen die Jahreszeit an sich. Der Herbst im Harz ist was ganz besonderes. Herrlich, wie sich die Blätter an den Bäumen verfärben und in allen nur erdenklichen Naturtönen im Sonnenlicht schimmern; wie sie teils in regelrechten Wolken zu Boden fallen; unter den Schuhen rascheln; die Schritte dämpfen und man läuft, wie auf einem weichen Teppich.

Leute! Es war herrlich!!! Alles passte und in der einen, leider viel zu kurzen Woche (weil wir von solchen Begebenheiten nicht genug bekommen können), haben wir reichlich Energien getankt, um gut über den Winter zu kommen.

Aber das war es bei weitem nicht allein.

Dieser Ort hat Magie, Sinnlichkeit, Spiritualität … halt seine ganz besondere, ihm eigene, Ausstrahlung:

Wenn früh am Morgen der Nebel von der Sonne verdrängt wird; der Tau in ihren Strahlen glitzert … wenn du in der Stille stehst, nur die Krähen hörst und die Kälte des morgens spürst … und du aufbrichst, direkt hinter dem Haus, den Wald zu erkunden, der eine Ruhe ausstrahlt und zugleich mit seinem Duft, seinen Geräuschen und … ja … einfach seiner Präsenz an Elfen, Feen aber auch Hexen, Kobolde und Waldgeister erinnert … wenn du schmale Wege entlang gehst, die sich um die Bäume und Sträucher winden, kurvenreich, eng und mit feuchtem Gras oder Erde bedeckt sind, aus denen die Wurzeln der angrenzenden Bäume ragen … den Wind auf deinem Gesicht fühlen kannst und das Rauschen hörst, wie er sich in den Tannen verfängt, mit ihnen spielt … oder in der Abenddämmerung … wenn Käuzchen rufen und sich eine schwarze Katze unentwegt um das Haus schleicht, dich beobachtet und ihre Augen, im Schein der Lampe, der durch das Fenster in den Garten dringt, funkeln …

… dann bist du genau richtig! Dann bist du in der Aussenstelle des Teufels; da wo er selbst gern Ferien macht und … du weißt genau warum.

Danke, dass wir hier Gast sein durften … wir würden sehr gern wiederkommen. Um eben genau das erneut erleben zu können.

Bilder, die wenigen, die wir eingefangen haben, sind hier verlinkt… 

Ach ja – fast vergessen:
Cachen waren wir auch – aber das ist reine Nebensache gewesen. Obwohl es hier nette Döschen gibt.
Der Weg ist das Ziel 😉

mb