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auf den Hund gekommen – Teil III

Lange wusste ich nicht, OB überhaupt und wenn „ja“, WIE ich es schreiben soll. Aber zu unserem allergrößten Bedauern mussten wir uns von unserem Seelen- und Therapiehund trennen.

Natürlich nicht freiwillig – aber absehbar.

Die lange und starke Hitzewelle machte unserer Lady (wie vermutlich sehr vielen Tieren wie auch uns Menschen) arg zu schaffen. Immer lustloser auf Bewegung uns Spiel, kaum zum Fressen zu bewegen; nicht einmal in den kühleren Morgen- und Abendstunden.

Irgendwann – ich ließ mich von diversen und erfahrenen Hundebesitzern immer aufs Neue beruhigen und hörte ebenso auf die Worte der Tierärztin, es sei normal bei eine solchen Wetterlage – kroch die Unruhe, Unsicherheit und das „nicht glauben können“, es gehöre dazu, so dermaßen in mir hoch, dass ich beim Tierarzt auf eine Blutuntersuchung bestand.

Schnell war es geschehen und das Ergebnis da – leider sehr schlecht für Mensch und Tier: Leukämie!

Wie ein Blitz durchfuhr es uns und wieder stellten wir Nachforschungen an, was das für unsere geliebt Fellpfote wie auch für uns bedeuten könnte. Immerhin hatte die Hundedame schon ihre 12 Menschenjahre auf dem Buckel.
Nachdem wir auch durch eine Fach-Tierklinik (Onkologie) Rat bekamen und diverse Verläufe und Behandlungsmöglichkeiten durchspielten, entschlossen wir uns schweren Herzens, die Hündin – solange sie schmerz- bzw. beschwerdefrei sei !!!!!! – einfach nur zu verwöhnen, es ihr gut gehen zu lassen und an ihrer Seite zu sein. Familie halt!

Ende Oktober, sie verhielt sich nahezu normal (bis auf die Tatsache, dass sie absolut keine Lust mehr hatte, zu spielen) und fraß auch wieder kunterbund nach Herzenslaune, baute sie ein einem Samstag-Nachmittag EXTREM ab.

Nach nur einem kurzen Spaziergang quälte sie sich nahezu zurück zu unserem Camper; vollkommen kraftlos aber immer mit dem Ziel, an Frauchens Seite zu sein.
Sie trank ungewöhnlich viel und das jedoch nur noch im Liegen. Das Stehen allein viel ihr schon merklich schwer. Stets suchte sie die direkte Nähe von einem von uns.

Am Morgen des folgenden Sonntags war es ganz schlimm. Keine 50 Meter schaffte die Fellpfote; so gerade ein wenig weg von ihrem Platz, um sie zu erleichtern; immer schwankend und die Hinterläufe über Kreuz, um ein wenig Stand zu finden. Ihre liebsten Leckerchen rührte sie nicht an; ihre Schleimhäute fast weiß (blutleer) – aber immer ein waches Auge auf uns, Nähe und Streicheleinheiten fordernd.
So schlief sie viel auf ihrem Lieblingsplatz im Bus, schaute hin und wieder zufrieden in die Runde, da Frauchen wie auch ich immer in ihrer Nähe waren.
Mittags schaffte sie gerade mal 5 Meter „vor die Tür“, um sich sofort an mein Bei zu lehnen und Halt und Sicherheit zu bekommen. Den Camper, den sie sonst immer im Sturm eroberte, um mit uns auf Tour zu gehen, konnte sie nicht mehr erreichen.

Der tierärztliche Notdienst war zum Glück in der Nähe und wir suchten ihn direkt auf – ahnend, was die nächsten Stunden auf uns zukommen würde. Und genau das bekamen wir auch nur kurze Zeit später bestätigt.

Nun war es an uns, unser Versprechen zu halten, und unsere treue Seele und beste Freundin nicht Schmerzen auszusetzen; sie gehen zu lassen.

Trost bleibt uns in den Gedanken, dass

  • sie im Kreise ihres Rudels gehen durfte
  • sie an einem ihrer liebsten Plätze (im Camper auf ihrer Decke unter dem Tisch) gehen durfte
  • sie die Ruhe, die wir ihr gaben, dankbar aufnahm und friedlich, geliebt und umsorgt zur Regenbogenbrücke schritt
  • sie mit uns sicherlich ein Rudel fand, dass ihr die Welt bot, die sie selbst brauchte, um es „gut zu haben“
  • sie ihre letzte Ruhestätte im Garten an dem Platz fand, den sie besonders mochte und häufig aufsuchte.
  • sie uns therapierte und unsere Seelen heilen lies.

Una, eine Hündin, die uns suchte, fand und die es sicherlich SO kein weiteres mal mehr geben wird.

30.10.2022:
Leider mussten wir dich, unseren Seelen- und Therapiehund, heute gehen lassen – der Krebs hat in den letzten 24 Stunden brutal zugeschlagen – nur eine Stunde nach dem Bild bist du über die 🌈-Brücke gegangen: friedlich, lieb, ruhig, vertrauensvoll und umsorgt. So, wie du es am liebsten hattest; im Camper auf deinem Lieblingsplatz. Danke, dass du in unserem Leben warst! 🐕 ♥️ 🫶

Die Süße - eine Stunde vor ihrem Tod.

Le-s/b-enswert und wertvoll

..darum habe ich diesen Blogbeitrag geteilt…

Was Menschen mit Depressionen sagen und was sie meinen.

 

O•F•F•L•I•N•E

…ein Experiment…

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Ein Angebot des Teufels

Da hat sich heute – im Hellen – der Teufel bei mir (Micha) gemeldet und mir ein Angebot unterbreitet, bei dem ich beinahe JA gesagt HÄTTE.
So ein Lausbub! Der glaubt zu wissen, wo, womit, und wie er mich packen KÖNNTE.
Und damit HÄTTE er Recht gehabt. Beinahe? Oder doch tatsächlich?

Der Teufel steckt im Detail, ist ein Eichhörnchen und hat viele Namen.
Und da muss „man“ HÖLLISCH aufpassen, was er so alles sagt, zeigt, macht oder manches Mal auch nur so meint.

Was er mir für ein Angebot gemacht hat, das behalte ich für mich (vorerst zumindest). Aber was er dafür hat haben wollen, das liegt auf der Hand.
Er lässt mich wissen (Zitat): „Mach in Deinem Block einen Artikel in dem Du ÖFFENTLICH Deine Seele abtrittst…“. Weiter geht es sinngemäß, …“dann WÜRDE…“.
Das sind mir zu viele Konjunktive.

Dennoch:
Er ist ein Bruder (im Geiste) – ein Gleichgesinnter – ein Partner – ein Seelenverwandter – ein Stück von mir (und ich von ihm).

Was also ist zu tun?
Ganz klar, oder?!
Daher hier für alle und öffentlich: Ich komme seinem Wunsch nach und trete meine Seele ab. Ganz so, wie er es schrieb. DENN … Er ist ein Bruder (im Geiste) – ein Gleichgesinnter – ein Partner – ein Seelenverwandter – ein Stück von mir (und ich von ihm). Aber: Kennt er mich denn genau so? DAS werden wir (beide) ja sehen. Deal ist Deal.

Micha