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GC – erste Einschränkungen in NS

Änderungen beim Betretungsrecht

Auszug aus diesem Link (Quelle):

5.
Betreten der freien Landschaft

5.1
Wege i.S. des §25 Abs. 1 sind nicht

  • Fuß- und Pirschpfade
  • Holzrücklinien
  • Brandschneisen
  • Fahrspuren zur vorübergehenden Holzabfuhr
  • Gestelle/Abteilungslinien
  • Grabenränder
  • Feld- und Wiesenraine
  • durch Skiloipen verursachte Spuren nach Wegtauen des Schnees

Damit ist hier das Fahren mit Fahrrädern ohne Motorkraft und mit Krankfahrstühlen mit Motorkraft, das Fahren mit Kraftfahrzeugen sowie mit von Zugtieren gezogenen Fuhrwerken oder Schlitten verboten.

5.2
Soweit das Betreten zugelassen ist, muss es erholungsbezogen und im Rahmen des Gebotes der Rücksichtnahme gemeinverträglich sein.

  • „Unzumutbar“ sind in der Regel Nutzungen, durch die die Natur als Lebensraum wild lebender Tiere und wild wachsender Pflanzen oder die Grundbesitzenden geschädigt, gefährdet oder erheblich belästigt werden. Hierzu können beispielsweise das Klettern in Felsen oder Geocaching, insbesondere auch Gotcha-Spiele und Downhill, zählen.

Hierunter fallen neben den Veranstaltungen oder Aktivitäten selbst auch die Nutzung von Flächen für Maßnahmen der technischen Abwicklung dieser (z.B. Anbringen von Tafeln oder Markierungen, Aufstellen von Geräten) oder auch das gezielte Aufsuchen von Biotopen, Wildeinständen, jagdlichen Einrichtungen wie Hochsitzen und nicht Öffentliche Wildfütterungen oder Ähnlichem.

  • „Öffentlich“ sind Veranstaltungen oder Aktivitäten, zu denen ein unbestimmter Personenkreis öffentlich, z.B. durch Plakate, Presse, Internet o.Ä. eingeladen wird.
  • „Gewerbsmäßig“ sind Nutzungen, die dem regelmäßigen Geld- oder Vermögenserwerb dienen.

5.3
Für die in Nummer 5.2 aufgeführten Nutzungsarten bedarf es daher einer Gestattung der Grundbesitzenden nach §28.

Weiteres findet ihr auch um Blog von „DasLangeSuchen„.
Hier der Link für Interessierte…

So schlecht recherchiert, dass man davon ausgehen muss…

…der Verfasser habe sich was zusammengesponnen und nicht auch nur Einen gefragt, der sich auch nur etwas damit auskennt.

Und das darf dann veröffentlicht werden *kopfschüttel* (armer Journalismus)

Aber lest selbst:

Unter dem Titel „Schnitzeljagden und Motocross schädigen Wald in Thüringen“ schreibt Herr Matthias Thüsing für die OTZ.de

mb

Anruf aus dem Fegefeuer – TeufelsTalk (TT) Nr. 9

Im TeufelsTalk Nr. 9 hatte ich (Micha) die Ehre und das Vergnügen, einen Plausch mit dem Teufel persönlich zu halten.
Im Podcast ging es hauptsächlich um die GecKo 2012 in Schwerte und meine wenige Tage zuvor gemachte Erfahrung mit der Jagdaufsicht, die sich über die von unserem Team gelegten Multis informieren lies.

Das Treffen und das Ergebnis unserer „Begehung“ ist hier zu lesen:
„Cachekontrolle mit der Jagdaufsicht“

Der Podcast mit dem Teufelsklön, der noch viele weitere Aspekte zu Ohren kommen lässt, ist hier gelistet: TT#9  
Ganz klar, dass hier auch der Live-Mitschnitt der „Schweigende Mehrheit“ und der Link zur GecKo selbst zu finden sind.

Cachekontrolle mit der Jagdaufsicht

Nachdem wir an einem unserer Caches deutliche Wildspuren fanden, haben wir diesen vorsichtshalber archiviert.
Die Spuren darunter!!! waren jedoch menschlicher Natur und die finale Dose verschwunden. Eine Überarbeitung hätte somit ohnehin durchgeführt werden müssen. Aber aufgrund der Spuren der Tiere stand die Entscheidung schnell fest, den „mysteriösen Wolf“ (GC1W2D4) in die ewigen Jagdgründe zu schicken und ihm das Mysterium zu nehmen.

Kurzer Hand nahmen wir zur Sicherheit Kontakt mit dem ortsansässigen Jagdaufseher auf, um die andern Caches von ihm einmal inspizieren zu lassen. Schließlich liegt es uns am Herzen, nicht nur Caches zu legen, an denen die Suchenden ihre Freude haben, sondern ebenso darauf zu achten, dass die Natur möglichst wenig gestört und schon gar nicht gefährdet wird.

Heute um 10 Uhr war es dann so weit und ich (Micha) wurde vom Jagdaufseher abgeholt. Gemeinsam ging es dann auf Kontrollrunde der Multi-Caches.

Er kannte das Hobby nur marginal und hatte bei den wenigen „Berührungen“ mit Geocaching nichts negatives erfahren müssen. Das waren ja schon einmal sehr gute Voraussetzungen.
Zudem freute er sich sehr darüber, dass ich den Kontakt zu ihm suchte und wie mit der Problematik „cachen und Naturschutz“ hier umgegangen wird.

So suchten wir plaudernd Station für Station auf und er staunte über das, was sich so in einem Revier tat. Aber ausnahmslos jeder Halt bekam sein o.k. und als er dann die übrigen Stationen von mir beschrieben bekam, nickte er diese ungesehen ab. Das Final einer Runde mochte er gern verlegt und somit die Vorstation angepasst wissen. Der Rest fand seine uneingeschränkte Zustimmung.
Ebenso erging es den anderen Wegpunkten der Runden. Alles befand sich zu seiner Zufriedenheit an vertretbaren Punkten; sowohl hinsichtlich der Ruhebereiche und Rückzugs- bzw. Aufzuchtzonen für die Tiere als auch in Anbetracht des Schutzes der Pflanzenwelt (z.B. Neuanpflanzungen).

Anschließend ließ er sich in aller Ruhe die grundlegenden Fragen zum Geocaching beantworten, stöberte im Web, probierte die GPS-Geräte und interessierte sich wenig später schon detailreicher für Container-Größen, Cache-Typen, Schwierigkeits- und Geländewertungen und die Sonderformen wie z.B. Nachtcaches.

Es war ein komplett lockeres und harmonisches Gespräch, dass auch mir eine Reihe von hilfreichen zusätzlichen Informationen gab.
UND: Wir haben nun einen direkten Ansprechpartner für unser Hobby vor der Tür, der immer ein offenes Ohr hat und sich freut, wenn er mit eingebunden wird.

So profitieren alle Beteiligten und jedem Interesse kann entsprochen werden.
Sicher, man muss auch Kompromisse eingehen. Aber wenn man miteinander redet und gemeinsam nach Lösungen sucht ist es fast sicher, immer einen Weg zu finden, der für alle Seiten akzeptabel ist.
Immerhin bewegen wir Cacher uns auf fremden Grundstücken. Wir nutzen Eigentum anderer. Wenn wir also das „Wohnzimmer unserer Gastgeber“ respektieren, werden auch wir entsprechend empfangen und sind gern gesehene Gäste 😉

mb

Mal eine richtig coole Tradi-Runde

Ursprünglich wollte ich hier Details schreiben. Aber dann habe ich mich doch umentschieden. Warum? Ganz einfach: Immer mehr Menschen rennen ohne oder mit geringer Vorbereitung (z.B. ohne das Listing eines Caches zu lesen) mit einem GPS-fähigen Tragtelefon los und suchen Caches in der Natur; hinterlassen dann eine verwüstete Landschaft, wie keine Wildschweinrotte schaffen würde; nehmen keine Rücksicht auf nachfolgend Suchende und platzieren die Caches irgendwie (vielleicht auch, weil ihnen ihre Art des Versteckes besser gefällt (die sogenannte „Ronnimanie“) und achten nicht auf Unbeteiligte bzw. bringen dem „Entdecken“ durch Muggles Desinteresse entgegen. Kurzum: Sie gefährden mehr Natur und Caches im Speziellen und unser Hobby im Allgemeinen, als das sie etwas zum Wohl aller Beteilgten beitragen.

JA – das ist die Ausnahme an Cachern, aber schon ein einziger giftiger Pilz verdirbt die gesamte Sammlung. Darum reicht auch einer dieser Suchenden aus, um vieles zu verderben und kaputt zu machen.

Wer also gern wissen möchte, um welche Traditionals es sich genau handelt, der nehme bitte Kontakt mit mir (Micha) auf.
Einiges kann ich hier aber sagen:

  • landschaftlich schön (LSG, NSG)
  • Lage der Caches und Ausstattung entspricht den aktuellen Guidelines (Wegesnähe (NSG), Nutzung vorhandener menschlicher Pfade (LSG), Kennzeichnung, Inhalt)
  • abwechslungsreich
  • handwerklich nett gemachte Verstecke
  • natur-, tier-, umweltschonend
  • wetterunabhängig (mit der richtigen Kleidung 😉 )
  • kinderwagen-, rad-, hundetauglich (Leinenzwang im NSG; beachtet als Hundeführer die Waldordnung selbst, wir haben keinen Vierbeiner und kennen diese §§ nicht).
  • … 😉

Wenn hier Caches verloren gehen, zerstört oder gemuggled werden, dann haben es die Suchenden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit selbst zu verantworten. Man darf gern auf „reine Luft“ warten, bevor unter fremden Augen gesucht und gelogged wird. Es geht! An jedem Halt. Man muss sich einfach nur gedulden, ein wenig Zeit lassen – man muss es nur wollen.

22.04. – Der Tag der Erde

Vielleicht ein guter Zeitpunkt, ein guter Tag, es sich wieder einmal bewusst zu machen: Die Erde braucht uns nicht – wir sie aber sehr wohl.
Wie lange können wir sie aber noch nutzen, bevölkern, bewohnen, als unser ZU HAUSE sehen?

Wenn sie ausge(leer)t, ausgelaugt, ist werden auch wir, wird auch die Menschheit weg sein? Können wir ohne sie existieren, leben und vielleicht nur noch ÜBERleben?

Heute ist der TAG DER ERDE. Aber müssen wir es und nicht TÄGLICH BEWUSST MACHEN, dass wir hier GAST sind und unsere Zeit begrenzt?!

Klar, „nach uns die Sintflut“ – was interessiert es mich, was nach mir ist? – ich lebe jetzt und will meine Luxus, meine Bequemlichkeit – …

ABER: Wem hinterlasse ich diese Welt, diese Erde, dieses Leben? Was hinterlasse ich? – Leben nach mir Menschen, die mir wichtig sind, die mir etwas  bedeuten, denen ich etwas hinterlassen möchte???

Ein guter Zeitpunkt, sich die Rede von Häuptling Seattle aus dem Jahre 1855 noch einmal bewusst und in Ruhe durch zu lesen?! Wir meinen: JA! – Nehmt euch die Zeit, nehmt euch die Ruhe.
Vieles hat heute noch Gültigkeit und seine Daseinsberechtigung. Vieles sollte uns heute noch im Bewusstsein sein und bleiben und unser Handeln entsprechend beeinflussen. Es ist selten zu früh und NIEMALS ZU SPÄT!!!

Machen wir Cacher es auf unsere Weise:
Ein CiTo vielleicht, eine Coin, die erinnert – uns weckt, ein EarthCache, oder „nur“ das Bewusstsein und das richtige Verhalten in Landschafts- oder Naturschutzgebieten, das nutzen der Wege und das Fernbleiben von Wildruhezonen, das schlichte „ich-geh-nicht-quer-Feld-ein-sondern-nutze-die-Wege-und-Pfade“ … was auch immer – denn ALLES ZÄHLT!!!

Wir danken bei diesem Thema ganz besonders für eure Aufmerksamkeit und Beachtung!
Denn es ist unsere Natur, unser Hobby und schlussendlich auch unser Leben. Und nur wir und jede(r) Einzelne(r) haben es Tag für Tag in der Hand, was wir machen und wie wir damit umgehen.

Anlässlich des Tages weisen wir auf eine passende Coin (save the nature) aus unserer Sammlung hin, die sich auch in unserem GC-Profil findet.