Wie im richtigen Leben

Na da holt uns beim Hobby das „real life“ ein.

Cacher, die ihre Listings UND ihr Cacheverhalten, sowohl als  Sucher wie auch als Cacheowner entgegen den gültigen Guidelines legen, werden auf einmal zum Opfer. Täter sind, wie soll es auch anders sein, diejenigen, die Kontakt mit den Betroffenen aufnehmen.

Nachdem – ohne Erfolg – um die Beseitigung der Missstände gebeten wurde, konnten diese dann noch Hohn, Spott, Beschimpfungen und Bedrohungen sowie öffentliche Beleidigungen ernten. Reviewer, um sachliche und konstruktive Übernahme des „Falles“ ersucht, wurden ebenfalls ignoriert und stur am falschen Verhalten / den Guidelines widersprechenden Listings fest gehalten – aber dafür weiter nur massiver, lauter und aggressiver gegen die Vorgegangen, die um die Einhaltung der Spielregeln ersuchen.

Warum? Das mag nur die Person wissen, die sich so verhält.

Warum das „anschwärzen“? Weil die Nichteinhaltung unserem Hobby schadet. Weil wir ohnehin schon unter Beobachtung von verschiedenen Ämtern, Behörden und Verbänden stehen. Weil der gesunde Menschenverstand es schon sagt, bestimmte Dinge zu tun oder besser zu lassen.

Worum es geht?
Z.B. um die Beachtung von Anlieger-Strassen, um den Schutz privaten Eigentums und den Respekt davor (erst Recht, wenn Zäune und / oder Schilder darauf hinweisen oder erforderliche Genehmigungen nicht beigebracht werden), Achtung vor der Natur und dem Schutz der Tiere, wie z.B. bei Schutz- und Ruhezonen des Wildes, Leinenzwang für Hunde und was wissen wir nicht noch alles).
Und auch darum, was ich als Cachowner dem Suchenden abverlangen darf oder zumuten kann und was nicht: sei es die Forderung nach Bildern, die Zahlung von Eintritten, Gebühren oder Beiträgen, und, und, und.

Schlimm dann, wenn Cacher auf diese Missstände hinweisen und sich dann auch noch den Anfeindungen aussetzen müssen. Sie sind nicht die Täter. Wenn dieses Regelverstöße, die uns alle betreffen, weil sie das gesamte Hobby in Misskredit bringen und in ein immer schlechteres Licht stellen, nicht abgestellt werden, dann können wir bald wieder Briefmarken sammeln, Tupper-Partys geben oder davon erzählen, wie es einst war, als Geocacher durch die Wälder streiften, Hinweise suchten und Codes entschlüsselten, um verborgene Schätze zu suchen. Dann ist das GC Geschichte!!!

Da die Reviewer nicht immer alles wissen, nicht immer alles im Auge behalten können, brauchen wir unsere Gemeinschaft! Denn damit steht und fällt unser gemeinsames Hobby.
Das ist keine Cache-Polizei, kein Anschwärzen, keine Überwachung anderer, kein Ablenken von eigenen Fehlern.
Das ist eine konstruktive Arbeit zur Aufrechterhaltung unseres Hobbys.

Leider wird aber der Spieß umgedreht, die Schuld denjenigen zugeschoben, die hier Schadenbegrenzung betreiben möchten. Was erwarten die, die das so handhaben?
Diejenigen, die mit den Ownern in Kontakt traten, werden es nicht mehr tun. Einige werden abwinken, sich ihren Teil denken und die Leute machen lassen. Andere aber werden den Kontakt zu Reviewern oder, was uns richtig nach hinten wirft, zu den Stellen suchen, die hier nur auf solche Gelegenheiten warten und so Wasser auf deren Mühlen spülen. Dann werden die Ämter, die Behörden, Gremien und Verbände genau das bestätigt bekommen, was sie – woher auch immer – schon über diese Geocacher wussten und wissen: Die stören, die gehören weg, das Treiben muss beendet werden!

Aber statt nach zu denken werden falsche Behauptungen aufgestellt, Note-Logs und entsprechend lautende Beiträge in diversen sozialen Netzwerken gelöscht, Sachverhalte verdreht oder der Gemeinschaft sogar Lügen aufgetischt. Nur damit „die anderen“ Schuld tragen und sie mit ihrem Fehlverhalten in einem guten Licht stehen.
Strategisch arg ungünstig ist es dann aber, konkrete Frage erst gar nicht zu beantworten (auch eine Form, bei der dann sogar gesagt werden kann: ich habe nichts falsches gesagt und somit auch nicht gelogen).

Ihr seid Lichter – aber ganz armselige. Schämt euch!
Habt die Eier in der Hose, eure Fehler zu korrigieren. Seid doch dankbar für Tipps und Anregungen, eure Caches so zu gestalten, dass sich niemand dran stören kann und alle ihre Freude an der Dose haben.
Aber auch dazu gehört ein bestimmtes Mass an Respekt, Achtung, Wertschätzung anderen gegenüber und ebenso sich selbst gegenüber eine Spur Selbstkritik und Einsichtsfähigkeit sowie das Eingestehen, etwas nicht optimal gemacht zu haben.

WIR werden auf jeden Fall dankbar sein für Hinweise, wenn etwas mit unseren Caches nicht stimmen sollte.
WIR werden dann, alsbald es möglich ist, diese Hinweise umsetzen.
UNS ist es egal, wer uns die Tipps gibt – am liebsten natürlich: Cacher, die bei uns auf der Suche waren oder noch sind
WIR werden Caches, die gegen die Guidelines verlegt sind nicht mehr mit Ownern diskutieren. Dafür haben wir Reviewer und wir keine Lust mehr, uns den schwarzen Peter zuschieben zu lassen, der für das falsche Verhalten der Cacheowner steht.
WIR sind nicht die Cachepolizei und auch nicht das GC-Ordnungsamt. ABER … WIR lieben unser Hobby und sind daran interessiert, dass es das auch lange noch geben DARF und geben wird. Dafür setzen wir uns ein: Bei Ämtern, Vereinen, Behörden und auch bei den Cacheownern.

Wer es ebenso sieht, ist uns herzlich willkommen und wir freuen uns über jeden Cacher, der sich dafür einsetzt, dass unser Hobby noch lange ausführbar bleibt.  Wer auf ein solches Verhalten keinen Wert legt, der sollte sich vielleicht besser eine andere Beschäftigung suchen. Denn er hat GEOCACHING nicht verstanden und ist fehl am Platz.

mb

Eine Antwort zu “Wie im richtigen Leben

  1. Moin mb,
    sehr schön geschrieben. Ich werde weiterhin so agieren wie bisher. Passt etwas nicht, setze ich mich mit dem Owner in Verbindung. Passiert nichts, geht es zum Reviewer.
    Leider werden die „armseligen Lichter“, wie Du sie nennst😉 diesen Beitrag wahrscheinlich garnicht lesen und wenn doch, gepflegt ignorieren.

    Grüße
    Chris

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