Cachekontrolle mit der Jagdaufsicht

Nachdem wir an einem unserer Caches deutliche Wildspuren fanden, haben wir diesen vorsichtshalber archiviert.
Die Spuren darunter!!! waren jedoch menschlicher Natur und die finale Dose verschwunden. Eine Überarbeitung hätte somit ohnehin durchgeführt werden müssen. Aber aufgrund der Spuren der Tiere stand die Entscheidung schnell fest, den „mysteriösen Wolf“ (GC1W2D4) in die ewigen Jagdgründe zu schicken und ihm das Mysterium zu nehmen.

Kurzer Hand nahmen wir zur Sicherheit Kontakt mit dem ortsansässigen Jagdaufseher auf, um die andern Caches von ihm einmal inspizieren zu lassen. Schließlich liegt es uns am Herzen, nicht nur Caches zu legen, an denen die Suchenden ihre Freude haben, sondern ebenso darauf zu achten, dass die Natur möglichst wenig gestört und schon gar nicht gefährdet wird.

Heute um 10 Uhr war es dann so weit und ich (Micha) wurde vom Jagdaufseher abgeholt. Gemeinsam ging es dann auf Kontrollrunde der Multi-Caches.

Er kannte das Hobby nur marginal und hatte bei den wenigen „Berührungen“ mit Geocaching nichts negatives erfahren müssen. Das waren ja schon einmal sehr gute Voraussetzungen.
Zudem freute er sich sehr darüber, dass ich den Kontakt zu ihm suchte und wie mit der Problematik „cachen und Naturschutz“ hier umgegangen wird.

So suchten wir plaudernd Station für Station auf und er staunte über das, was sich so in einem Revier tat. Aber ausnahmslos jeder Halt bekam sein o.k. und als er dann die übrigen Stationen von mir beschrieben bekam, nickte er diese ungesehen ab. Das Final einer Runde mochte er gern verlegt und somit die Vorstation angepasst wissen. Der Rest fand seine uneingeschränkte Zustimmung.
Ebenso erging es den anderen Wegpunkten der Runden. Alles befand sich zu seiner Zufriedenheit an vertretbaren Punkten; sowohl hinsichtlich der Ruhebereiche und Rückzugs- bzw. Aufzuchtzonen für die Tiere als auch in Anbetracht des Schutzes der Pflanzenwelt (z.B. Neuanpflanzungen).

Anschließend ließ er sich in aller Ruhe die grundlegenden Fragen zum Geocaching beantworten, stöberte im Web, probierte die GPS-Geräte und interessierte sich wenig später schon detailreicher für Container-Größen, Cache-Typen, Schwierigkeits- und Geländewertungen und die Sonderformen wie z.B. Nachtcaches.

Es war ein komplett lockeres und harmonisches Gespräch, dass auch mir eine Reihe von hilfreichen zusätzlichen Informationen gab.
UND: Wir haben nun einen direkten Ansprechpartner für unser Hobby vor der Tür, der immer ein offenes Ohr hat und sich freut, wenn er mit eingebunden wird.

So profitieren alle Beteiligten und jedem Interesse kann entsprochen werden.
Sicher, man muss auch Kompromisse eingehen. Aber wenn man miteinander redet und gemeinsam nach Lösungen sucht ist es fast sicher, immer einen Weg zu finden, der für alle Seiten akzeptabel ist.
Immerhin bewegen wir Cacher uns auf fremden Grundstücken. Wir nutzen Eigentum anderer. Wenn wir also das „Wohnzimmer unserer Gastgeber“ respektieren, werden auch wir entsprechend empfangen und sind gern gesehene Gäste 😉

mb

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4 Antworten zu “Cachekontrolle mit der Jagdaufsicht

  1. KLasse, da sieht man mal, dass es auch sorum geht 🙂

  2. Pingback: Dosenfischen: Geocaching-Podcast 192 › Geocaching-Podcast Dosenfischer

  3. So muss das! Klasse Sache!

  4. Toll! So müsste es immer laufen. Der eindeutig beste Weg für ein angenehmes Miteinander!!!

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